Mein Herbstoutfit

Ich weiß gar nicht genau warum, aber für die kältere Jahreszeit besitze ich traditionell sehr wenig, gut kombinierbare Kleidungsstücke. Das liegt möglicherweise auch daran, dass ich diese Zeit nicht so besonders gerne mag. Ich friere schnell, muss mich auch immer gut einpacken und vermisse Sonne und Wind in einem luftigeren Outfit. Es ist dann auch naheliegend, dass ich lieber Stücke für Frühling und Sommer nähe.

Es ist Zeit für ein paar neue Outfits.

Ich weiß gar nicht genau warum, aber für die kältere Jahreszeit besitze ich traditionell sehr wenig, gut kombinierbare Kleidungsstücke. Das liegt möglicherweise auch daran, dass ich diese Zeit nicht so besonders gerne mag. Ich friere schnell, muss mich auch immer gut einpacken und vermisse Sonne und Wind in einem luftigeren Outfit. Es ist dann auch naheliegend, dass ich lieber Stücke für Frühling und Sommer nähe.

Infolge ist mein Kleiderschrank im Herbst/Winter dann eher spartanisch bestückt – auch wenn ich versuche meine luftigeren Teile mit einzubauen. Für diese Saison habe\hatte ich schon ein paar Stoffe zu Hause , welche ich gut in mein bestehendes Kleidungssortiment einbauen kann – wie in diesem Fall das Midi Kleid.

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Den Stoff habe ich mir vor genau einem Jahr in der Filiale von Stoff & Stil in München besorgt. Die Qualität und der Print des Viskosestoffes haben mich sofort überzeugt. Während daneben gefühlte 150 andere Viskosestoffe in minderwertigerer Qualität rumlagen, war dieser einzigartig – soft und seidig und Farben und Print – ein Traum. Natürlich war er kein Schnäppchen. Alle anderen Viskosestoffe liegen durchschnittlich bei ca. 10 € – dieser kostete per Meter 25 €. Ich wollte schon seit längerem ein Volantkleid daraus nähen, hatte aber kein geeignetes Schnittmuster dafür und darum lag der Stoff jetzt ein Jahr lang herum.

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Im August habe ich mir dann einfach ein passendes Schnittmuster aus dem Burdaheft 5/19 #106 rausgesucht und dann ging alles recht schnell.

Der Schnitt war mir anfangs fast ein bisschen zu bieder… vor allem was die Länge des Rockes anging. Bei mir gab es bislang nur die Option „lang oder kurz“. „Midi“ reizte mich einfach nicht. Nachdem das Kleid aber für den Herbst sein sollte war „kurz“ zu kalt und für „lang“ wäre der Stoff zu wenig gewesen. Also sollte dies mein erstes „Midi-Kleid“ werden.

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Beim Nähen lief fast alles glatt. Nur leider habe ich den Besatz für den Rückenausschnitt verkehrt rum angenäht – wie blöd – anfangs war natürlich die Burda daran schuld – ich hatte ja alles richtig gemacht …  Bis ich dann meinen Fehler erkannt habe … Kennst du das? Ein Moment in Unaufmerksamkeit und fast alles ist im A … Na gut der Ausschnitt wurde jedenfalls maximal überdehnt und fällt jetzt nicht ganz so schön … aber hey … ich finde das Kleid sieht trotzdem toll aus und ich fühle mich auch wahnsinnig wohl darin. Die Midi Länge ist gewöhnungsbedürftig, verleiht dem Kleid aber einen ordentlichen retro Charme, was es dann eigentlich schon wieder richtig cool macht. Auf die Spitze an der Knopfleiste des Kleides habe ich übrigens verzichtet – in diesem Fall finde ich „schlicht“ einfach schöner.

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Kombinieren kann ich das Kleid mit langen Cardigans, dicken und kurzen Wollpullis, Mäntel usw. Auch bei den Schuhen ist alles möglich … angefangen bei meinen Plateauschnürern bis zu coolen Sneakers …  ein gut kombinierbares Multitalent dieses Kleid …

Bezüglich Mantel war es dann doch nicht so einfach. Mein senfgelber Wollmantel ist mir mit diesem Kleid fast ein bisschen zu bunt und unruhig. Da ich in der Burdastyle 9/19 #117 einen wunderbar schlichten Mantel (ohne Futter) gesehen habe (nichts schlimmeres als Futter einnähen …) habe ich mir auch diesen noch dazu genäht. Das Schnittmuster gibt es leider nicht online. Die Burda Zeitschrift kann aber auf der offiziellen Burda Homepage noch nachgekauft werden.

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Den Mantelstoff habe ich um 12 € bei Müller Stoffe Wels gekauft. Ich denke es ist ein Wollmischstoff. Vielleicht Wolle mit Baumwolle gemischt – keine Ahnung … Mich hat jedenfalls die Farbe (meiner Meinung nach ist es burgund bzw. bordeaux) sehr angesprochen. Nachdem sich in meinem Kleid farblich genau solche Blätter befinden und dieser Ton ausgesprochen gut zum Herbst passt, habe ich diesen Stoff sofort gekauft.

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Diese Outfit trägt jedenfalls ein klein wenig dazu bei, die kalte Jahreszeit erträglicher zu machen. Ich will ja nichts schlecht reden den die Jahreszeit „Herbst“ finde ich ja wunderschön, nur die Kälte ist einfach nichts für mich 😉 …

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In diesem Sinne wünsche ich dir einen entspannten Herbst …

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Unsere #Leinenbettwäsche

… schon immer wollte ich eine besitzen… das ist für mich ungefähr so wie das schöne Porzellan im Schrank… ich finde eine Bettwäsche aus Leinen sollte auch jeder im Kasten haben… … ist was für´s ganze Leben…

Ich habe gerade ein schlechtes Gewissen… seit meinem letzten Blogbeitrag sind schon einige Monate vergangen. Beim Blick auf meinen Blog habe ich festgestellt dass hier ganz schön was los ist… danke euch liebe Leserinnen und Leser für die vielen Klicks… und tut mir leid dass ich euch jetzt solange habe warten lassen  … bei mir war es die letzten Monate sehr aufregend… viele Entscheidungen standen an und es wurden Weichen für die Zukunft gestellt (… zumindest was mein Arbeitsleben anbelangt). Meinen Job als Krankenschwester habe ich gekündigt, da er mich einfach nicht mehr erfüllte und deshalb starte ich im September bei der Firma „TRUE“ in ein neues und vor allem kreatives Arbeitsleben. Ich freue mich auf das coole junge Team, welches ich ja auch schon recht gut kenne…

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In meinem Kleiderschrank hat sich ebenso einiges verändert, denn in den letzten Monaten habe ich sehr viel herumprobiert und es sind wieder einige schöne Kleidungsstücke entstanden. Aber ein Projekt liegt mir besonders am Herzen… unsere neue Leinenbettwäsche… und diese möchte ich dir hier zeigen…

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… schon immer wollte ich eine besitzen… das ist für mich ungefähr so wie das schöne Porzellan im Schrank… ich finde eine Bettwäsche aus Leinen sollte auch jeder im Kasten haben… … ist was  für´s ganze Leben…

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Du weißt ja, ich habe heuer bereits die Leinenweberei Vieböck im Mühlviertel besucht. Die liebe Familie Kobler hat mir diesen feinen Stoff aus 100% Leinen zur Verfügung gestellt. Danke euch vielmals …

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Ich habe ganz bewusst eine natürliche Farbe gewählt, denn diese besondere Bettwäsche sollte ja zeitlos sein, damit sie sich jederzeit mit allem rundum kombinieren lässt.

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Normalerweise mache ich mir sehr viele Gedanken über das Nähprojekt – in diesem Fall hab ich einfach losgelegt. Zuerst wurde unser Tuchent und die Kopfpolster abgemessen und ein paar Zentimeter dazu gegeben. Sollte ja auch im Winter mit Daunendecke passen. Ich habe mich beim Kopfpolster für den klassischen Hotelbezug entschieden. Ohne Knöpfe und Reißverschluss – den mag ich persönlich am Liebsten denn dann kann nichts drücken. Bei der Decke wollte ich aber schon einen Verschluss und habe mich für neutrale Knöpfe entschieden.

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Als ich die Bettwäsche fertig hatte, wurde sie nochmals gewaschen und im Garten von Sonne und Wind getrocknet … ich freue mich ja jedes Jahr wie ein kleines Kind, wenn  die Wäsche wieder im Garten trocknen kann. Der Geruch ist einzigartig. Ich besitze aus Überzeugung keinen Wäschetrockner. Der bringt meiner Meinung nur Nachteile. Vor allem was die Ökobilanz anbelangt gibt´s ein dickes Minus.

So sieht´s doch außerdem viel besser aus oder?

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Nach dem ersten Waschen habe ich das Leinen gebügelt – leicht feucht von der Wäscheleine und auf der höchsten Stufe des Bügeleisens … so geht es am Besten. Übrigens: Leinen nimmt enorm viel Wasser auf, deshalb die Waschmaschine nur halb befüllen… Leinen kann aber nicht nur viel sondern auch schnell Wasser aufnehmen bzw. wieder abgeben. Darum eignet sie sich auch hervorragend als Bettwäsche oder Kleidung für den Sommer…

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Zugegeben, es war das einzige Mal dass ich die Bettwäsche gebügelt habe, denn mir gefällt sie viel besser wenn sie etwas knittert. Meine Leinenkleidung wird aber weiterhin gebügelt – sieht sonst doch etwas unordentlich aus.

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Und ich schwöre dir, das Gefühl von Leinen auf der Haut ist einzigartig… angenehm kühl, fein und sooo natürlich… kein Vergleich zur herkömmlichen Baumwollbettwäsche. Auch bei unseren Campingurlauben war sie heuer mit dabei … hier übrigens Camping auf unserer Terrasse … hat auch was 😉

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… Outdoor schläft es sich nämlich nochmal viel besser…

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Ich werde mich bemühen wieder regelmäßiger zu posten… denn ich liebe diese Arbeit… schon jetzt während des Schreibens merke ich , wie gerne ich das alles mache…

… also bis bald hier auf Nahrisch …

 

 

Endlich #Leinenvorhänge

Seit sechs Jahren leben wir nun in unserem neugebauten Haus. Eines war uns immer ganz wichtig – die Räume wohnlich und gemütlich zu gestalten. Vorhänge gehörten da natürlich dazu. Sie waren fix in unserem Kopf verankert.

 

Seit sechs Jahren leben wir nun in unserem Haus. Eines war uns immer ganz wichtig – die Räume wohnlich und gemütlich zu gestalten. Vorhänge gehörten da natürlich dazu. Sie waren fix in unserem Kopf verankert und wir hatten sogar schon mal einen Stoff ausgewählt – so richtig glücklich waren wir damit aber offensichtlich nicht, denn unsere vom Tischler montierten Vorhangleisten blieben noch einige Jahre leer. Wir leben eigentlich nach dem Motto: „Besser gscheid, als gar nicht“, darum ist es auch nicht so schlimm wenn manche Projekte einfach warten müssen.  Als wir dann letzten Sommer von unserem Südenglandtrip nach Hause kamen, fiel uns diese „stofffreie Zone“ im Wohnbereich, neben dem Terrassenfenster, so richtig unangenehm auf. Unser Fazit: „Jetzt wird´s aber Zeit“.

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Vorher: Unser Wohnraum ohne Vorhänge
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Nachher: Die Vorhänge machen den Raum um einiges wärmer und behaglicher.

Natürlich waren wir vom britischen Wohncharme beeinflusst. Diese grenzenlose Gemütlichkeit in allen Wohnräumen. Alles liebevoll dekoriert und in jedem Eck und auf jedem Sims steht etwas. Und es gibt Unmengen an Textilien. Tischtücher, weich bespannte Sofas und Stühle. Polster wohin man schaut, Teppiche, Deckchen und Kuscheltiere… tja man muss ja nicht übertreiben… aber so schöne schwere Vorhänge, das würde unser zu Hause noch um einiges behaglicher machen…

Darum habe ich im Anschluss an unsere Reise gleich zu recherchieren begonnen, wo es denn das schönste und beste Leinen gibt… denn es war klar … es müssen Leinenvorhänge sein… was sonst! Als Oberösterreicherin weiß ich natürlich, dass im Mühlviertel früher Flachs angebaut wurde. Ich weiß auch, dass es noch ein paar Mühlviertler Textilunternehmen gibt, welche gewebtes Leinen verkaufen… Was ich allerdings nicht wusste: im Mühlviertel gibt es noch Webereien, in denen richtig edle Leinenstoffe produziert werden. Durch diesen Unternehmensfilm über Vieböck Leinen, bin ich allerdings darauf aufmerksam geworden. Was der Film besonders berührend herausstreicht, ist die große Leidenschaft für hochwertige Stoffe, die ich zu hundert Prozent teile.

Anfang Februar habe ich mich auf den Weg nach Helfenberg im Mühlviertel gemacht um die Familie Kobler in ihrer Leinenweberei zu besuchen. Schon am Weg durfte ich einige Bilderbuchmomente mitnehmen… bei uns im Tal war es total grau und nebelig… aber oben im Mühlviertel traumhaft sonnig und schneeweiß… da geht mir persönlich eh schon das Herz über, schau mal…

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VW-Busliebe ❤

Christoph der Sohn von Johann Kobler begrüßte mich. In einem längeren Gespräch mit den Kobler´s habe ich einiges über die Geschichte des Leinens und der Firma Vieböck erfahren. Im Anschluss führte mich Christoph durch die Weberei. Wer mich kennt, der weiß dass ich auf alte Substanz stehe, und dieses Gebäude ist alt… und noch dazu gut erhalten… mit wunderschönen pastellblau gestrichenen Türen, Kastenfenstern und einer Produktionshalle welche „industrial Flair“ versprüht … was will man mehr…

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Christoph Kobler

hier hab ich ein paar Impressionen für dich…

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Das ist der Eingang zur Weberei: Achtung da drin ist es seehr laut 🙉!
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Spulen und Fäden inkl. kleinem Snack 😊
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Hier wird also fleißig gewebt…
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Sogar die Leinenreste sehen toll aus … mein persönliches Lieblingsbild…
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Der Webstuhl… Einer von Vielen!

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Für mich persönlich war es sehr bereichernd mal hinter die Kulissen schauen zu dürfen. Am Ende halten wir Käufer ja immer ein Stück Stoff in der Hand. Wir denken vielleicht gar nicht daran, dass hier ein komplexer Produktionsprozess dahintersteckt. Von der Flachspflanze bis zur Fadenspule und letztlich zum fein verwebten und veredelten Stoff sind jedenfalls unendlich viele Arbeitsschritte nötig. Nach meinem Rundgang und einigen sehr interessanten Gesprächen mit den Mitarbeitern, stöberte ich noch ziemlich lange im Verkaufsraum und stand vor der Qual der Wahl… welchen dieser Stoffe vernähe ich denn jetzt zu unserem Vorhang? hmmm….

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Diese beiden Damen unterstützten mich bei der Auswahl der Stoffe – danke für die super Beratung 🙏
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Stoffballen wohin man blickt…
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Ein sehr cooler Leinendenim 100% GOTS zertifiziert.

Bei der großen Auswahl konnte ich mich anfangs gar nicht entscheiden… ich versuchte systematisch vorzugehen und legte erstmal meine Favoriten auf einen Tisch…

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Na, welcher wird´s? 🤔

… im Ausschlussverfahren blieb dann dieser einzigartig tolle Leinen Stoff mit Fischgrätmuster übrig.

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Zu Hause musste ich dann eine weitere Entscheidung treffen… Vorder- und Rückseite des Leinens unterscheiden sich farblich… also sollte ich nun die schwarz-weiße oder die grau-weiße Seite verwenden? Ich liebe ja Kontraste und deshalb habe ich mich letztlich für die schwarz-weiße Seite entschieden was sich letztendlich als perfekt herausstellte.

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Am Umschlag der Vorhänge kann man Vorder- und Rückseite gut erkennen.

Bevor ich mich an die Arbeit machte, habe ich mich vorerst nochmals gründlich über die Vorhangarten informiert. Eines war klar… er sollte an der Oberseite mit einem Band gerafft werden, damit er schöne Falten wirft.

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Außerdem wollte ich den Umschlag an der Rückseite per Hand annähen um die Naht unsichtbar zu gestalten, denn diese Vorhänge sollten schließlich für unser restliches Leben hier hängen. Wir sind nämlich absolute Fans von hochqualitativen und damit langlebigen Produkten. 

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Johann Kobler hat während unseres Gesprächs bereits einige der hervorragenden Eigenschaften von Leinen erwähnt:

Leinen ist…

  • ein ökologisch hochwertiges Produkt (in diesem Fall aus der Region) – perfekt!
  • antistatisch – zieht daher keinen Staub an – sehr von Vorteil 😉
  • stark schalldämmend – ein ganz wichtiger Punkt für uns, weil unser Haus durch seine Offenheit etwas zu viel hallt … dies hat sich durch die Vorhänge deutlich hörbar reduziert.
  • wird schon bei niedrigen Temperaturen sauber
  • benötigt wenig Waschmittel um den Schmutz zu lösen
  • einfach unendlich edel und wunder… wunderschön

Tja ich bin wieder mal im Leinenhimmel 🙆 ❤ … nein ehrlich, ich bin wirklich ganz verzaubert und auch überrascht was für schöne, hochqualitative Stoffe in unserem Land noch produziert werden.

Hast du schon mal Leinen befühlt? Es ist einfach so wunderbar weich, fest und grob in einem. Manchmal auch richtig seidig glatt, fein und immer angenehm kühl. Darum eignet es sich ja auch perfekt für Bettwäsche… aber STOP ✋… natürlich auch für Kleidung… deshalb werden meine nächsten Projekte eine Leinenbettwäsche für unser Schlafzimmer und ein süßer Kellerfaltenrock sein… alles natürlich aus Original Mühlviertler Leinen.

Falls du auch Besitzer eines echten Mühlviertler Leinen werden möchtest, kannst du  natürlich den Detailverkauf besuchen. Öffnungszeiten und Adresse auf der HP. Solltest du diese Möglichkeit nicht haben, dann kannst du dich auch gerne online durch die Stoffe und Produkte klicken und direkt per Mail bestellen auf*:

office@vieboeck.at

http://www.vieboeck.at

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Danke liebe Familie Kobler für die Zeit, welche ihr euch für mich genommen habt und die großartigen Einblicke in euer Unternehmen. Ich komme jederzeit gerne wieder zu euch hinauf ins wunderschöne Mühlviertel.

*Der Stoff für unsere Vorhänge wurde dankenswerterweise von der Firma Viehböck Leinen zur Verfügung gestellt. Es handelt sich aber um keine bezahlte Anzeige.

 

 

#Wickelkleid

Mein Wickelkleid ist fertig und ich fühle mich unendlich wohl darin. Ich kann es manchmal noch gar nicht richtig begreifen, welche Möglichkeiten ich und viele andere Näherinnen da draußen haben. Sich die Maschine zu schnappen und loszulegen… einfach so umzusetzen was das Herz begehrt, das ist echt erfüllend.

Mein Wickelkleid ist fertig und ich fühle mich unendlich wohl darin. Ich kann es manchmal noch gar nicht richtig begreifen welche Möglichkeiten ich habe. Sich die Maschine zu schnappen und loszulegen… einfach so, umsetzen was das Herz begehrt, das ist echt erfüllend.

Dieses mal hat mich während des Nähens Tom Chaplin mit seinen wunderschönen Songs verzaubert… hier „Midnight Mass“ bitte sehr…

(Anmerkung: Das Kleid ist bereits im November entstanden, darum handelt es sich um ein weihnachtliches Lied… ich finde es allerdings zu jeder Jahreszeit wunderbar.)

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Nähen wird ja immer noch als konservativ angesehen und wenn man Unterhosen aus Biobaumwollstretch näht, ist es das vielleicht auch. Nähen bzw. das Ergebnis kann aber auch sehr cool und sexy sein…

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„Jede Frau will schön sein.“ Aenne Burda

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Der Lebensweg von Aenne Burda war für mich im vor kurzem gezeigten Film sehr beeindruckend. Eine Powerfrau in den 50ern, die ein Ziel hat: Frauen schöne Schnittmuster zur Verfügung zu stellen. Sie hatten damit die Möglichkeit sich in der Nachkriegszeit, wo das Geld knapp war, tolle Kleidung selber zu nähen und sich attraktiver zu fühlen. Schöne Klamotten konnten damals nur in Paris oder Italien, als Designerkleidung erworben werden. Stoffe gab es günstig zu kaufen. Schnittmuster waren am Markt bereits vorhanden – aber Aenne Burda fand sie zu brav und zu konservativ. Ihren inneren Antrieb kann ich voll verstehen. Und ganz ehrlich: Mir geht´s heute oft genauso (obwohl es jetzt viel mehr Auswahl an Schnittmustern gibt). Ich finde ganz selten das Passende. Das meiste ist nett und praktisch – aber leider auch zugeknöpft bis obenhin … Ich meine damit nicht dass bei jedem Kleidungsstück der Busen oder Hintern hervorblitzen sollte… nein… das würde meinem Naturell auch nicht entsprechen… aber ein bisschen mehr Weiblichkeit, Sinnlichkeit und Feinheit würde ich mir wünschen…  Manchmal frag ich mich wo die Aenne Burda`s von heute sind? Ich denke die machen gleich lieber Kleider, als Schnittmuster.

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Bei meinem Wickelkleid hatte ich noch einen letzten Stoff von Merchant&Mills zu Hause rumliegen…. ich schwöre… der Letzte… 😉

Es handelt sich um einen indischen Ikat Stoff aus 100% Baumwolle. Die Farbe ist wieder ziemlich typisch für mich… natürlich, erdig und deshalb auch passend für die aktuelle Jahreszeit. Übrigens finde ich indische Stoffe wunderbar… Ich bin überhaupt so ein kleiner Indien Fan… und vom Essen und den bunten Saris…

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Der Schnitt ist ein „pattern hacking“. Wie immer   hab ich für mein „Traumwickelkleid“ kein passendes Schnittmuster gefunden, deshalb wurde ein ähnlicher Schnitt gesucht, (Burda Style, Wickelkleid 123A).

Ich habe ihn dann so abgeändert, dass er nicht mehr viel mit dem Originalschnitt gemein hat. Die Ärmel und der Rock wurden verlängert, der Ausschnitt verkleinert, den eingenähten Bundteil hab ich entfernt, dafür wurde der Leib nach unten hin sehr stark verlängert, weil der Schnitt für kleine Damen gedacht ist, und zu denen gehöre ich definitiv nicht.

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Das hier ist mein erstes „Longdress“, welches ich genäht habe. Ich finde lange taillierte Kleider betonen die Figur ungemein. Sie machen uns Frauen noch schöner als wir eh schon sind… 💃 und das inklusive absolutem Wohlfühlfaktor… es ist rundum angenehm und bequem zu tragen. Das ist übrigens eine Grundvorraussetzung bei meinen Kleidern – sonst zieh ich sie nämlich nicht an. Wie man am Bild sehen kann, dehnt sich die hintere mittlere Naht durch die natürlichen Rückenbewegungen etwas auseinander… diese Partie habe ich im nachhinein noch mit Vlieseline verstärkt und nochmals vernäht.

Ach bevor ich vergesse… damit der Ausschnitt nicht verrutscht habe ich noch ein Druckknöpfchen auf die linke Vorderseite und in den rechten inneren Beleg genäht… so zur Sicherheit… 🙈

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Tja und was wäre denn ein Blogbeitrag ohne einem Jump… 🤔… nachdem ich mir dieses Jahr generell viiiel vorgenommen habe, hoffe ich jedenfalls auf eine sanfte Landung am Jahresende… und zwischen Absprung und Landung bitte eine lange Flugphase ✈

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Ich möchte mich auf diesem Wege noch ganz 💛-lich bei Chris Endt (Fotograph) und Christoph Lanzl (Technikart) bedanken, welche ganz spontan noch ein paar Pics von mir geschossen haben. Obwohl ich in dieser Woche richtig krank war und an diesem Tag (ich dachte eh schon wieder fast gesund zu sein) nochmal richtiges Fieber bekam, sind doch wirklich ein paar gute Bilder entstanden… Daungsche ihr seid supa 👍…

Ich freue mich schon ganz besonders auf meinen nächsten Blogbeitrag, denn ich besuche eine traditionelle, oberösterreichische Leinenweberei und wer mich kennt der weiß dass ich Leinen liebe 💓…

Dieses mal dreht sich aber nicht alles um Kleidung… nein… schon seit Jahren nehme ich mir vor, unser zu Hause mit schönem Leinen etwas aufzuhübschen… jetzt ist’s an der Zeit und bin schon sehr gespannt … ich freue mich auf neue Gesichter, feine Stoffe und vielleicht auch der ein oder anderen Webergeschichte … wäre schön wenn du mich auch dahin begleitest…

 

#Leinenkleid

Manchmal nähe ich auch für andere Menschen in meiner Familie, enge Freunde … oder  für meine Frisörin Monika…

Manchmal nähe ich auch für andere Menschen in meiner Familie, enge Freunde … oder  für meine Frisörin Monika…

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Monika hat einen total netten kleinen Frisörsalon in meiner Nähe, welchen sie ganz alleine betreibt… schon seit Jahren bearbeitet sie die Köpfe meiner Familie. Wir sind alle sehr gerne dort.  Das mag daran liegen dass wir uns einfach gut verstehen aber auch weil im Salon eine sehr heimelige und familiäre Atmosphäre herrscht. Immer wieder mal trifft man Bekannte oder andere liebe Menschen, welche vor oder nach uns kommen. Und auch die Hauskatze darf natürlich nicht fehlen… 😻

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Da ich meine genähten Sachen wirklich gerne trage, wurde ich öfters mal von Monika gefragt, wo ich denn dieses Kleid, oder jenen Mantel gekauft hätte. „Hab ich selbst gemacht“, lautete meine stolze Antwort. Sie bewunderte meine handgemachte Kleidung immer recht. Das freute mich natürlich… 🙃 gerade als Anfänger ist es schön wenn man Komplimente bekommt und es bestärkt einen dabei weiter zu machen.

Irgendwann – so ungefähr vor einem Jahr – beschlossen wir dann einfach mal dass ich ein Kleid für Monika nähen würde. Überhaupt habe ich dieses Jahr schon einiges für andere Leute genäht und ich muss ehrlich zugeben dass ich mindestens genauso eine Freude daran habe, als wenn ich für mich selbst nähe. Das ist echt ein wunderschönes Gefühl wenn´s dann auch noch passt und sich die Person darin rundum wohl fühlt. 🤘

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Kurz vor unserem Südengland Trip besuchte mich Monika. Natürlich wusste ich bereits dass ich bei Merchant&Mills einen Stopp machte (ja genau, schon wieder dieses Label… ich bekomme da echt kein Sponsoring aber was gut ist, ist einfach gut da kann man nix machen… 🙄)

So kam es dass wir im Vorfeld schon gemeinsam, online, Stoffe aussuchten. Es ist sehr wichtig für mich die Vorlieben der Person zu kennen… Farben, Material, Schnitt usw… Bzgl. Farben wussten wir gleich dass es in Richtung blau-petrol oder limone gehen würde. Monika´s Kleidungsstil würde ich als sehr klar und schlicht bezeichnen. Das passt auch sehr gut zu ihrem Typ. Beim Schnitt war sie sich auch schnell im Klaren, was sie wollte… Es erinnerte mich stark an mich selbst. In punkto Kleidung habe ich eine ganz konkrete Vorstellung… ich muss nicht zweimal hinschauen um zu wissen dass der Schnitt passt oder nicht passt…

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Beim ausgesuchten Schnitt handelte es sich um einen von Burdastyle, einer Tunika bzw. Kleid 3/2017 #113 mit tiefem V-Ausschnitt und Ärmelbündchen. Mein erster Burdaschnitt *OMG* 🙄

Also auf nach England zum Stoffe shoppen… 🙆

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Im Laden in Rye wurde ich dann leicht nervös… die vorausgesuchten Stoffe waren entweder zu schwer oder nicht mehr verfügbar. Aber genau diesen hier fand ich noch und die ganze Familie stimmte mir zu: „Der passt perfekt für Monika“… ein leicht hell-graublaues wunderschön knitterndes Leinengewebe (auch „hand-dyed“ genannt)… YES!!! 👍

Zu Hause druckte ich noch den Schnitt aus… das finde ich echt mühsam. Ungefähr 35 Seiten an den Rändern abschneiden und aneinanderkleben… wundert mich nicht dass manchen die Lust auf Nähen vergeht… manchmal könnte man sich den Schnitt auch per Post senden lassen … kostet natürlich um einiges mehr… diese Option gab es hier aber leider nicht.

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Die Maße von Monika waren einfach perfekt: Größe 36 – auf den Zentimeter genau- die Wahrscheinlichkeit dass das Kleid passt war damit relativ hoch…

Und so kam es auch. Nachdem Zuschnitt, anbringen aller Markierungen und der Nahtzugabe, habe ich noch gelernt wie man Ärmelbündchen näht… hat eigentlich recht gut funktioniert (nein ok, ich geb´s zu… diese eine Naht ist jetzt leider nicht ganz gerade 😱)

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Und dann die erste Anprobe …. Perfeeeekt 🙆!!! Wir waren einfach beide unglaublich happy. Ich passte noch die Länge des Kleides an und wollte auch noch einen Gürtel aus Leinen nähen, welcher im Schnittmuster nicht vorgegeben war.

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Bei der zweiten Anprobe war das Kleid dann fertig und was soll ich sagen… ich finde es unterstreicht Monika´s Typ hervorragend … und ob mit oder ohne Gürtel bzw. Pulli – es sieht einfach toll aus…

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YEEAAAHHHHH!!! 🙃🙃🙃

 

 

 

#rtrRucksack

Ich möchte dir ein besonderes Nähprojekt vorstellen: Den rtrRucksack. Als ich ihn vor geraumer Zeit das erste Mal sah, hab ich mich echt verliebt… 😍 nein ehrlich… ich finde Design und das eingesetzte Material umwerfend.

 

Ich möchte dir ein besonderes Nähprojekt vorstellen: Den rtrRucksack. Als ich ihn vor geraumer Zeit das erste Mal sah, hab ich mich echt verliebt…  😍 nein ehrlich… ich finde Design und das eingesetzte Material umwerfend. Eingekauft wurde im Rahmen unseres Südengland Trips vor Ort in Rye (bei Merchant&Mills).

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Der Stoff ist eine trockene Ölhaut (dry oilskin) welcher in England schon eine lange Tradition hat. Der Schnitt ist ganz klassisch (ebenfalls von Merchant&Mills) und gleicht ein wenig dem Jägerrucksack, den man hierzulande kennt.

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Während der Entstehung dieses Rucksackes lief (um der englischen Tradition treu zu bleiben 😜) das neue Album von Paul Mc Cartney – einfach nur cool und das mit 76 Jahren… 😮YEAHHH!!!

Die Ölhaut besteht in diesem Fall aus Baumwolle, welche gewachst bzw. in Öl eingelegt wurde, um sie wasserabweisend zu machen. Darum eignet sie sich besonders für Taschen, Rucksäcke oder Jacken. Die klassische Ölhaut glänzt etwas weil sie einen höheren Ölanteil hat. Ich habe mich hier für die trockene Ölhaut entschieden da im Shop, von den vorhandenen klassischen Oilskins keine Farben dabei waren, welche mir besonders gefallen hätten.

Hier auf diesem Bild seht ihr mich beim Stoffe shoppen in Rye… unter mir die fabelhaften Oilskins 😍😍😍 YESSS!!!

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Die Optik der Stoffe (ich musste gleich für 2 Rucksäcke einkaufen 🙃 eh klar) ist sehr ansprechend… ein bisschen wie Leder, nur eben viel dünner. Außerdem kommen natürliche Materialien wie Baumwolle und Öl zum Einsatz. Ein Nachteil ist allerdings, dass der Rucksack nicht waschbar ist. Mit einem feuchten Tuch kann er aber gereinigt und bei Bedarf auch nachgeölt werden. Damit habe ich jedoch noch keine Erfahrung.

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Es sind viele zusätzliche Teile nötig um diesen Rucksack fertigen zu können… Lederriemen, Schnallen, Nieten, Ösen, Kordeln. Da es für mich Neuland war, einen Rucksack anzufertigen, habe ich mir gleich noch das fertige Kit dazugekauft, wo alle Zusatzteile vereint sind. Es ist zwar nicht günstig (34,50 Pfund), die Sucherei nach den richtigen Teilen kann aber meist sehr zeitintensiv und manchmal auch nervenaufreibend sein, wenn dann vielleicht auch noch das Falsche eingekauft wird.

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Also habe ich mich an die Arbeit gemacht und anfangs, wie immer, zuerst die Anleitung studiert. Ich war etwas überrascht dass sie gleich drei Seiten lang ist… wobei man sagen muss, dass Merchant&Mills wirklich seehr ausführliche Anleitungen macht.

Als Werkzeug sollte eine Lochzange vorhanden sein, womit man 2 und 3 cm große Löcher für die Nieten und Löcher zum Verstellen der Schnallen stanzt. Außerdem wird ein Hammer benötigt um die Ösen anzubringen. Ich möchte dir noch den Tipp geben, einen wirklich schweren Hammer, auf einem festen Untergrund zu verwenden. Ich habe mir beim Nieten auch noch ein Microfasertuch zwischen Asphalt und den Nieten gelegt, damit sie sich nicht recht verbiegen.

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Soweit ist mal alles gut gegangen. An dem Tag als ich den Rucksack fertiggestellt habe, bekam ich abends dann plötzlich am ganzen Körper einen roten Ausschlag, welcher extrem juckte 😱. Ich dachte natürlich sofort an das Kit Set, welches (deklariert) Nickel enthält. Nach einer Tablette Antihistaminikum hat er sich beruhigt, wurde tags darauf aber noch viieel schlimmer. Ich ging im Anschluss zum Arzt, welcher mir gleich mal ein Cortisonpräparat verpasste… 😕. In der Nacht juckte es dann so arg, dass ich nicht mehr schlafen konnte. Der Allergietest ist noch ausständig, mal sehen was da noch rauskommt. Falls du aber schon weißt das du eine Nickelallergie/unverträglichkeit hast… also ich würde das Kit Set dann eher nicht empfehlen. Als ich den zweiten Rucksack genäht habe, wurden beim Nieten übrigens Handschuhe getragen.

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Jetzt aber wieder zurück zum Thema. Das Futter habe ich noch gar nicht erwähnt. Nachdem die beiden Rucksäcke ein Andenken an unseren großartigen Südengland Trip sein sollen, wollte ich ihnen noch den feinen britischen Charme verpassen 😏 und habe, ganz traditionell, einen wunderschönen schwarz-weissen Karostoff als Futter verwendet. Ursprünglich wollte ich ein schwarz weiß – gestreiftes Muster, hab es mir aber Gott sei Dank nochmal überlegt. Vielleicht hat schon jemand bemerkt, dass ich kein besonderer Streifen bzw. Karofan bin. Woran es liegt weiß ich nicht so genau, aber mit dem Karo hab ich mich ja gerade erst angefreundet 😄. Vielleicht folgt auch noch ein Kleidchen… 😀 mal sehen …

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Also ich bin mit dem Ergebnis recht zufrieden. Es sind zwei wunderbare Rucksäcke für die ganze Familie entstanden. Auch meine beiden Jungs sind ganz angetan. Für den Waldspaziergang, zum Radlfahren oder einfach nur für den Stadtbummel – er geht einfach immer … 🤘🍂🌻

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#TheFactoryDress

Ich habe mir vor einigen Monaten folgende Frage gestellt? Was schenke ich meiner Schwägerin Ursi zur Geburt ihres 3. Sohnes? … ähm … tja … die Antwort war klar… auf gar keinen Fall Jungsklamotten… davon müssten bereits genug vorhanden sein…

Ich habe mir vor einigen Monaten folgende Frage gestellt? Was schenke ich meiner Schwägerin Ursi zur Geburt ihres 3. Sohnes? … ähm … tja … die Antwort war klar… auf gar keinen Fall Jungsklamotten… davon müssten bereits genug vorhanden sein…

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Also habe ich beschlossen Ursi selbst zu beschenken. Nach einer Schwangerschaft ist meistens sowieso zuwenig brauchbare Kleidung im Schrank. Außerdem sichtete ich vor einiger Zeit schon mal ein Schnittmuster, welches so gut für sie passte, wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.

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Es handelt sich um das Schnittmuster eines Kleides…  dem „Factory Dress“ von Merchant&Mills. Wie der Name schon sagt, dürfte es eine Ähnlichkeit mit jener Arbeitskleidung gehabt haben, welche dazumals von in Fabriken arbeitenden Frauen getrugen wurde. Ich habe das Bild dieser Frauen direkt vor mir… die Kleidung musste bestimmt robust sein… gleichzeitig aber auch praktisch und angenehm zu tragen. Diese „Kleid-Eigenschaften“ sind auch sicher für eine dreifache Jungsmama perfekt geeignet 😜. Außerdem unterstreicht der Stil dieses Kleides einfach Ursis Typ… das konnte mir auch meine andere Schwägerin Lisa bestätigen: „Das ist ein Ursi-Kleid“, meinte sie 😀.

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Der leicht strukturierte Leinenstoff ist wie das Schnittmuster ebenfalls von Merchant&Mills. Ich weiß, ich bin ein echter Fan dieses Labels, und ich steh dazu…

denn was gut ist, bleibt…

heißt es zumindest… 😉

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Wir beide sind im vorhinein die Stoffe im Onlineshop auch schon mal durchgegangen. Ich weiß ungefähr welche Farben sie mag, es ist aber schön sich nochmals abzusprechen. Vor Ort in Rye hatte ich dann zwei Stoffe vorausgesucht. Mein Mann und die Jungs haben mich dann in der Meinung bestätigt dass dieser hier, der perfekte Stoff für das Kleid sein wird.

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Bevor ich mich an die Arbeit machte, wurde das englische Fachjargon der Nähanleitung ins Deutsche übersetzt. Die Anleitungen sind unglaublich ausführlich beschrieben und bebildert.

Das Kleid wird sogar auf der rechten und linken Seite fotografiert angezeigt… so konnte ich mir „die Kehrseite“ schon sehr gut vorstellen. Das hab ich echt noch nie gesehen… super Idee!

Nach dem Zuschnitt, habe ich bereits bemerkt, dass der Rock sehr weit ist. Bei der ersten Anprobe hat es sich dann auch bestätigt. Wir fanden das Kleid viel zu sackig und unförmig… obwohl ich eh schon die kleinere Größe zugeschnitten habe (Ursi lag genau zwischen zweien). Die Taillennaht fand ich etwas zu niedrig angesetzt. Also gab es da noch eine Menge Änderungen vorzunehmen. Da ich ja keine gelernte Schneiderin bin, muss ich mich da stark auf Gefühl und Vorstellungskraft verlassen. Außerdem hab ich die Seitennähte (an der linken Seite angezogen) abgesteckt. Ich habe je Seite sicher 8cm weggeschnitten und die Taillennaht einen Zentimeter nach oben verlegt. An den Seiten sind noch verdeckte Taschen eingenäht… (auch sehr praktisch 😉 ) welche ebenso versetzt gehörten.

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Gestern hab ich dann das Kleid überreicht und wie du sehen kannst … it fit´s… YESSS

Die Bilder sind unglaublich schön geworden, was aber auch an den besonders kreativen Händen der Hausherrin liegt. In Ursi´s Haus gibt es (wie man auf den Bildern gut sehen kann) in jeder Ecke und an jeder Wand unglaublich viele und schöne Bilder, Accessoires, Vasen und viele andere liebevolle Dinge zu sehen. Die Gegenstände können dabei vom Trödler aber genauso von Märkten, Ikea usw. sein. Ein toller Stilmix wie ich finde und immer wieder inspirierend.

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Liebe Ursi, ich wünsche dir ganz viele tolle Stunden in diesem Kleid. Es freut mich dass du dich darin so wohl fühlst.

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